Antrag

Antrag höchstzulässige Baumassedichte

Die Gemeinderatspartei „Für Hall – Unabhängige Bürgerliste“ stellt zu Tagesordnungspunkt 16. der Gemeinderatssitzung vom 29.01.2019 nachstehenden

ANTRAG:

Der Gemeinderat wolle beschließen, dass im Rahmen der Fortschreibung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes in sämtlichen Baudichtestufen eine höchstzulässige Baumassendichte, welche in der höchsten Baudichtestufe eine Baumassendichte von 2,0 nicht überschreitet, festgelegt wird.

Begründung:

Infolge der enormen Bautätigkeit in den letzten Jahren in Hall in Tirol und dem damit verbundenen Bevölkerungswachstum ist eine „Verschnaufpause“ für die Stadt Hall in Tirol im erforderlich. Ein weiteres derart rasantes Wachstum und eine derartige Bautätigkeit wie im letzten Jahrzehnt verkraftet die Stadt Hall in Tirol nicht mehr.

Im Rahmen dieser „Verschnaufpause“ kann endlich die derzeit bestehende Infrastruktur nachgezogen, angepasst und auch auf einen weiteren Zuwachs ausgelegt werden.

So kann beispielsweise anhand des bereits beantragten „Entwicklungskonzeptes Kinderbetreuung“ die weitere Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen (Kindergarten- und Schulplätze, Mittagstisch, Nachmittagsbetreuung etc.) vorgenommen werden. Ebenso kann die Verkehrsthematik einer Lösung zugeführt werden., ohne dass die davongaloppierende bauliche Entwicklung einer Verkehrslösung immer neue Fragestellungen und neue Probleme vorgibt. Auch die Sportstätten können in Ruhe saniert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen sollen im Rahmen der Überarbeitung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes in den einzelnen Dichtestufen auch höchstzulässige Baumassendichten – abgestuft je nach Dichtestufe – mit einem in der höchsten Dichtestufe maximal zulässigen Wert an Baumassendichte von 2,0 festgelegt werden.

Im Rahmen der – hoffentlich regen und offenen, über parteipolitische Grenzen hinaus geführten – Diskussion kann diesbezüglich auch angedacht werden, eine festzulegende maximale Baumassendichte durch andere in § 61 TROG festgehaltene Berechnungsgrößen abzusichern bzw. zu ergänzen.

Ebenso soll im Rahmen der vor erwähnten Diskussion festgelegt werden, unter welchen Bedingungen und im Lichte welchen öffentlichen Interesses eine Abweichung von der im Örtlichen Raumordnungskonzept festgelegten, höchstzulässigen Baumassendichte gewünscht wird.

Gedacht werden kann dabei an die Abtretung von Grundflächen, der Vergabemöglichkeit von Wohnungen, dem Bekenntnis im Rahmen der Bebauung wohnbaugeförderte Wohnungen zu errichten etc.

Idealerweise korreliert dieses öffentliche Interesse bzw. diese Zwecke mit den – ebenfalls auszuarbeitenden – Richtlinien für die Verwendung der Instrumente der Vertragsraumordnung.

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2. VBgm. Wolfgang Tscherner

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GRin Claudia Weiler

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GR Nicolaus Niedrist

Als geborener Haller möchte ich in Hall etwas bewegen und unserer nachfolgenden Generation ein lebenswertes Hall hinterlassen, deswegen engagiere ich mich FÜR HALL.